Attest für vorrangige Corona-Impfung

Die Coronavirus-Impfverordnung besagt, dass Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen früher geimpft werden können. Dafür reicht eine formlose Bescheinigung des Arztes. Wir haben alle Informationen zusammengefasst.

Spritze und Impfstoff

Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung berechtigen gewisse Vorerkrankungen zu einem früheren Impf-Termin. Trotzdem müssen sich besagte Patienten noch ein wenig gedulden. Aktuell werden in Deutschland Menschen der Priorisierungsgruppe 1 (über 80-Jährige sowie Bewohner und Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen) geimpft. Die Priorisierungsgruppe 2 sieht die Impfung insbesondere von Menschen im Alter von 70 bis 80 Jahren, aber auch von jüngeren Menschen mit bestimmten Vorerkranken (Trisomie 21, Demenz sowie Transplantationspatienten) sowie weiteren Personengruppen vor. Ähnliches gilt für Priorisierungsgruppe 3 (Alter: 60 bis 70 Jahre sowie jüngere Patienten mit Diabetes mellitus, Herzerkrankungen, zerebrovaskuläre Erkrankungen oder Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma bronchiale, Autoimmunerkrankungen oder Rheuma, Immundefizienz oder HIV-Infektion, chronische Nierenerkrankung, chronische Lebererkrankung, Adipositas [BMI über 30] sowie weitere Personengruppen). 

Wichtig: Die Bescheinigungen für einen früheren Impf-Termin sind also erst relevant, wenn die Priorisierungsgruppen 2 und 3 geimpft werden. 

Wie die KBV weiter mitteilt, müssen Ärzte bei den Attesten über die Vorerkrankungen keine Details angeben. Es genüge eine Bescheinigung, dass eine Erkrankung nach dem § 3 Nr. 2 bzw. § 4 Nr. 2 CoronaImpfV vorliegt. Für die Ausstellung erhalten Ärzte eine Pauschale in Höhe von fünf Euro. Wird das Attest per Post verschicken, lassen sich zusätzlich 90 Cent Portokosten abrechnen.
 


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Kategorie
Ärzte

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