COVID-19: Ende einiger Sonderregelungen

Die Infektionszahlen sinken und auch im Alltag wurden einige Sonderregelungen entschärft. Doch wie sieht es im medizinischen Bereich aus? Wir haben die Informationen für Sie zusammengefasst.

 

Von den Sonderregelungen für die Kassenabrechnung, die in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandmie getroffen wurden, behalten einige ihre Gültigkeit, andere laufen aus. Doch es gibt auch Neuerungen.


Zum 30.06. laufen folgende Regelungen aus:

→ Die Abrechnung der EBM-Nr. 01434 bei einer telefonischen Beratung 
→ Die Abrechnung der EBM-Nr. 01952 bei der Behandlung Opiodabhängiger bei telefonischem Arzt-Patienten-Kontakt. Das therapeutische Gespräch ist jedoch weiterhin 8-mal im Behandlungsfall möglich
→ Die Erstattung der Portokosten für Folgeverordnungen und Überweisungen über die EBM-Nr. 40122 
→ Die Ausnahme-Regelungen des G-BA, nach denen folgende Punkte ohne vorherige Genehmigung verordnet werden können:
    • neue Arzneimittelverordnungen auch nach telefonischer Anamnese
    • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege
    • für zum Gebrauch bestimmte Hilfsmittel
    • Krankentransporte und Krankenfahrten
    • Heilmittel nach telefonischer Anamnese
    • Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren, zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen von nachweislich an COVID-19 Erkrankten oder von Versicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen


Diese Regelungen werden verlängert:

→ Im Zeitraum von Juli bis Quartal III/2020 können weiterhin unbegrenzt Videosprechstunden angeboten werden. Dabei sind die Fallzahl und Leistungsmenge nicht limitiert
→ Psychotherapeutische Sprechstunden, probatorische Sitzungen und probatorische Sitzungen in der Neuropsychologie sind in Ausnahmefällen auch im Quartal III/2020 per Video möglich
→ Genehmigte Leistungen einer Gruppenpsychotherapie können weiterhin, ohne Antragstellung oder Begutachtung, in Einzelpsychotherapie umgewandelt werden


Diese Regelungen sind neu:

→ Die Testungen auf SARS-CoV-2 sollen laut Gesetzgeber ausgebaut werden
→ Personen, die über die Corona-Warn-App die Information erhalten, dass sie möglicherweise Kontakt zu einem mit COVID-19 hatten, können sich auch an eine Vertragsarztpraxis wenden
→ Rückwirkend zum 01.04.2020 und zunächst befristet bis zum 30.09.2020 wurde die für den Nachweis der Fortbildungsverpflichtung erforderliche Punktzahl von 250 auf 200 Punkte gesenkt. 


Quelle: www.iww.de


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Kategorie
Ärzte

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