Erneute Verlängerung der COVID-19 Sonderregelungen

Die bisherigen Regelungen sind aktuell bis zum 30.09.2021 gültig. Nun wurden sie ein weiteres Mal verlängert.

Der Bewertungsausschuss und der gemeinsame Bundesausschuss haben aufgrund der noch als zu niedrig bewerteten Impfquote in der Bevölkerung fast alle COVID-19 Sonderregelungen um weitere drei Monate – bis zum 31. Dezember 2021 – ausgeweitet. Verlängert wurden dabei die Sonderregeln, deren Geltungsdauer nicht an die epidemische Lage nationaler Tragweite geknüpft ist, sondern vom G-BA befristet beschlossen wurden. 

Dies betrifft vor allem die Abrechnung der Chronikerpauschale (EBM-Nr. 03221/04221) auch bei nur einem persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt (APK) sowie einem weiteren telefonischen APK bzw. Kontakt im Rahmen einer Videosprechstunde. Auch telefonische Beratungen können mit der Nr. 01434 ohne Anrechnung auf das Gesprächsbudget für die Nrn. 03230/04230 bis Ende des Jahres weiterhin abgerechnet werden. Lediglich die Sonderregelungen für die „Nichtärztliche Praxisassistenz“ (NäPa) in Ausbildung sowie für deren Auffschrischungskurse wurden nicht verlängert.
 

Diese EBM-Sonderregelungen gelten weiterhin bis 31.12.2021:
  • Chronikerpauschale Nrn. 03221/04221: auch bei einem persönlichen APK sowie einem weiteren telefonischen APK bzw. Kontakt im Rahmen einer Videosprechstunde
  • Nr. 01434 für telefonische Beratungen: keine Anrechnung auf das Gesprächsbudget Nrn. 03230/04230
  • AU-Bescheinigung nach telefonischer Anamnese bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege
  • Videosprechstunde: keine Obergrenzen für Behandlungsfälle und Leistungen
  • Videosprechstunde: psychotherapeutische Sprechstunde und probatorische Sitzungen sind auch per Video möglich
  • Substitutionstherapie: Nr. 01952 kann auch bei telefonischem APK und als Videosprechstunde abgerechnet werden; bis zu achtmal im Behandlungsfall
  • Portokosten: Abrechnung der Nr. 88122 für den postalischen Versand bestimmter Verordnungen, Bescheinigungen und Überweisungen
  • Nr. 02402 für die Abrechnung des Abstrichs bei symptomatischen Personen
  • Nr. 02403 als Zuschlag zur Nr. 02402
  • Folgeverordnung häuslicher Krankenpflege, Heil- und Hilfsmittel sowie Verordnung von Krankenbeförderung nach telefonischer Anamnese
  • Kennzeichnung der COVID-19-Leistungen mit Nr. 88240
Diese Sonderregelungen gelten bis auf weiteres: 
  • DMP: Kontrolluntersuchungen und Schulungen dürfen ausfallen, die Dokumentationspflicht ist ausgesetzt
    (bis zur Aufhebung der vom Deutschen Bundestag festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite)
  • Nachweispflicht für Fortbildungen
    (bis zur Aufhebung der vom Deutschen Bundestag festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite)
  • Kinderfrüherkennung: Überschreitung der Toleranzgrenzen ab U6 zulässig
    (bis zum Ablauf von drei Monaten nach Beendigung der vom Deutschen Bundestag festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite)

 

Ihr persönlicher Ansprechpartner

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