Abrechnungsempfehlung für GOÄ-Nr. 3

Die Möglichkeit, die GOÄ-Nummer 3 pandemiebedingt mehrfach abzurechnen, ist nun bis zum 31.01.2021 verlängert worden. Alle Fakten auf einen Blick.


Eine gemeinsame Abrechnungsempfehlung von der Bundesärztekammer (BÄK), der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) und den Beihilfeträgern ermöglicht seit dem 17.11.2020 die mehrfache Berechnung der GOÄ-Nummer 3 für längere telefonische Beratungen im Rahmen der Corona-Pandemie. Diese Abrechnungsmöglichkeit war zunächst zeitlich befristet und wurde nun bis zum 31.03.2021 verlängert, allerdings mit kleineren Einschränkungen. 


Neue Regelung seit dem 01.01.2021 

Die GOÄ-Nummer 3 darf bei längeren telefonischen Beratungen je vollendete zehn Minuten nur noch dreimal (statt wie bisher viermal) je Sitzung abgerechnet werden. Der Ansatz ist weiterhin auf viermal je Kalendermonat beschränkt.

Für den mehrfachen Ansatz pro Sitzung ist weiterhin eine Begründung gefordert, da sich die allgemeinen Bestimmungen zu GOÄ-Nummer 3 hinsichtlich der Begründung auf den Mehrfachansatz im Behandlungsfall beziehen. Zusätzlich muss auch die Uhrzeit auf der Rechnung angegeben werden, seit 01. Januar soll diese noch durch die genaue Dauer des Telefonats ergänzt werden.

 
Voraussetzungen bleiben unverändert

Die grundsätzlichen Voraussetzungen für die mehrfache Nutzung der GOÄ-Nummer 3 bleiben jedoch unverändert:
 
→ Das Aufsuchen eines Arztes ist pandemiebedingt nicht möglich bzw. zumutbar.
→ Es wird keine Videoübertragung durchgeführt.
→ Die dringend erforderliche Patientenversorgung kann auf andere Weise nicht gewährleistet werden.

 

Quelle: www.iww.de


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Kategorie
Ärzte

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