Abrechnungsempfehlungen der Bundesärztekammer

Aufwändige Hygienemaßnahmen können nun rückwirkend vom 09.04.2020-30.09.2020 abgerechnet werden.

Die im Mai veröffentlichte Empfehlung besagte, dass aufwändige Hygienemaßnahmen vom 05.05.2020-31.07.2020 abgerechnet werden können. Dieses Datum wurde nachträglich angepasst.

Alle weiteren Details bleiben unverändert:
  • Berechnung nach Nr. 245 GOÄ analog, erhöhte Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie“ zum 2,3fachen Satz in Höhe von 14,75 €
  • Nur bei unmittelbarem persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt
  • Einmal je Sitzung berechnungsfähig
  • Eine Berechnung der Nr. 245 GOÄ analog für erhöhte Hygienemaßnahmen ist auch neben der Nr. 3 GOÄ in einer Sitzung möglich
  • Gemeinsame Sichtweise der Beteiligten ist, dass der Abrechnungsausschluss der Nr. 3 GOÄ im Zusammenhang mit der Berechnung der Nr. 245 GOÄ analog für erhöhte Hygienemaßnahmen nicht zur Anwendung gelangt. Unabdingbar bleibt der unmittelbare persönliche Arzt-Patienten-Kontakt
  • Keine gleichzeitige Steigerung der in derselben Sitzung erbrachten Leistungen über den Schwellenwert (z. B. 2,3facher Satz) mit der Begründung z. B. „erhöhter Hygieneaufwand“ etc. auf Grund der COVID-19-Pandemie
  • Steigerung der anderen in derselben Sitzung erbrachten Leistungen über den Schwellenwert (z. B. 2,3facher Satz) nur (!) aufgrund sonstiger Erschwernisgründe,wie z. B. Blutung, Rezidiv etc.
  • Wenn nicht (!) Nr. 245 GOÄ analog berechnet wird und ein erhöhter Hygieneaufwand durch Steigerung der erbrachten Leistungen in Rechnung gestellt wird, ist die Steigerung für jede einzelne Leistung verständlich und nachvollziehbar zu begründen. Keine Pauschalbegründung!
  • Nicht berechnungsfähig bei einer Leichenschau (Voraussetzung Arzt-Patienten-Kontakt, Leiche ist kein Patient). Erhöhter (Zeit-)Aufwand bei besonderen Todesumständen eventuell nach Nr. 102 GOÄ berechnungsfähig
  • Berechnung bei Versicherten der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK):
    a) Versicherte der Mitgliedergruppe A (Abrechnung gemäß Vertrag KBV-PBeaKK) -> Die Analogabrechnungsempfehlung ist nicht anwendbar
    b) Versicherte der Mitgliedergruppe B (Abrechnung gemäß GOÄ) -> Die Analogabrechnungsempfehlung ist anwendbar; der 2,3fache Satz wird akzeptiert
  • Berechnung bei Versicherten der Krankenversorgungder Bundesbahnbeamten (KVB)
    Die Analogabrechnungsempfehlung wird für alle Mitglieder (alle Beitragsklassen) anerkannt; der 2,3fache Satz wird akzeptiert

Des Weiteren wurde die Frist für die Berechnung psychotherapeutischer Leistungen per Videoübertragung bis zum 30.09.2020 verlängert. Die Berechnung längerer pandemiebedingter Telefonate hingegen lief zum 31.07.2020 aus.


Quelle: www.bundesaerztekammer.de
 


Infos zum Artikel


Kategorie
Ärzte

Ihr persönlicher Ansprechpartner

Sie wünschen ein Beratungsgespräch, ein individuelles Angebot oder weiterführende Informationen? Felix Stiller ist gerne für Sie da!

0711 99 373-2100     E-Mail schreiben