Telemedizin: Neue BÄK-Empfehlung

Der Vorstand der Bundesärztekammer (BÄK) hat, nach einer Vereinbarung mit der privaten Krankenversicherung und der Beihilfe, eine neue Abrechnungsempfehlung für telemedizinische Leistungen beschlossen.

Bei den neuen, zeitlich unbefristeten Empfehlungen handelt es sich im Wesentlichen um Leistungen, die sich bereits seit Jahren diskutiert wurden und bereits im BÄK-Entwurf zur „neuen GOÄ“ (2016) enthalten waren.

Eine Übersicht:

 Nr.GOÄ  Art Leistungsbeschreibung
1analogBeratung durch den Arzt mittels E-Mail (Chats und SMS sind ausgeschlossen).
1 bzw. 3originärBeratung durch den Arzt mittels Videoübertragung.
5analogVisuelle symptomatische klinische Untersuchung mittels Videoübertragung.
2analogAusstellung von Rezepten, Überweisungen, Übermittlung von Befunden oder ärztlichen Anordnungen durch Medizinische Fachangestellte.
70analogErstellung, Aktualisierung, ggf. elektr. Übersendung eines Medikationsplans.
76analogVerordnung und Einweisung in Funktionen, Handhabung sowie Kontrolle der Messungen mittels digitaler Gesundheitsanwendungen.
60originärVorstellung von Patienten oder Beratung über Patienten in interdisziplinären/multiprofessionellen Videokonferenzen zur Diagnosefindung und/oder Festlegung eines fachübergreifenden Behandlungskonzepts.
60analogGemeinsame ärztliche telekonsiliarische Fallbeurteilung im Rahmen diagnostischer Verfahren (z. B. bildgebender Verfahren wie CT-, MRT-, Röntgenaufnahmen, Videoendoskopie etc. und/oder z. B. histologischer Befundungen wie Schnittdiagnostik, Ausstrich) (Telekonsil).
661analogTelemetrische Funktionsanalyse eines Herzschrittmachers, eines Kardioverters bzw. Defibrillators und/oder eines implantierten Systems zur kardialen Resynchronisationstherapie, wenn die Daten über eine größere Entfernung übertragen werden (z. B. aus der häuslichen Umgebung des Patienten heraus).

 

Nächste Schritte in der Telemedizin

Am 16.07.2020 beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), dass Vertragsärzte die Arbeitsunfähigkeit von Patienten in Zukunft auch per Videosprechstunde feststellen können.

Die Voraussetzungen:
→ Der Patient muss der Praxis bekannt sein
→ Die Behandlung muss eine Untersuchung der Videosprechstunde zulassen
→ Die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit beschränkt sich auf sieben Kalendertage
→ Ein Anspruch auf eine Krankschreibung per Videosprechstunde hat der Patient nicht


Quellen: www.kbv.de / www.ostechnik.de
 


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Kategorie
Ärzte

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