Leitlinie zur Grippeschutzimpfung

Die Bundesapothekerkammer (BAK) hat eine Leitlinie zur Grippeschutzimpfung in öffentlichen Apotheken sowie ein Curriculum für die Schulung der Apotheker verabschiedet.

 

Apotheker dürfen gegen Grippe impfen, jedoch zunächst nur in Modellprojekten und auch erst nach einer speziellen Schulung. Das hat die Bundesapothekerkammer (BAK) nun in Form einer Leitlinie verabschiedet. „Bislang sind nur rund 35 Prozent der Bundesbürger ab 60 Jahren gegen Grippe geimpft. Wünschenswert wären 75 Prozent“, sagt Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK). Es bleibt also noch einiges zu tun. Aus diesem Grund können Apotheken das Impfangebot der Arztpraxen ergänzen und so die Durchimpfungsrate verbessern

Vertragsverhandlungen auf Landesebene

Dr. Andreas Kiefer: „Die Leitlinie der BAK ist die wissenschaftliche Grundlage für Verträge über Pilotprojekte. Außerdem bieten wir den Apotheken praktische Hilfen für die Umsetzung an. Und wir geben auch die Inhalte der notwendigen Schulungen für Apotheker vor.“ Die Verträge mit den Krankenkassen könnten Apothekerverbände auf Landesebene verhandeln, lautet es in der Pressemitteilung. 

Internationale Erfahrungen mit grippeimpfenden Apothekern sind positiv: 

→  In England dürfen Apotheker seit 2015 impfen und sie impften in der Grippesaison 2017/18 über 1,3 Millionen Patienten zusätzlich.
→  In Irland stieg seit Einführung der Influenzaimpfung durch Apotheker (2009) die Zahl Geimpfter von 9.000 auf 78.000 (2017).
→  Kanada berichtet von einer 8,4 Prozent höheren Impfrate.
→  In der Schweiz geben 15 Prozent der Patienten an, dass sie sich ohne die Option der Grippeimpfung in der Apotheke gar nicht hätten impfen lassen. 

Quellen: www.abda.de / BAH-Switch-Konferenz
 


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Kategorie
Apotheker

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