Screening auf Hepatitis B und C für Versicherte ab 35

Versicherte ab dem 35. Lebensjahr haben in Zukunft Anspruch auf ein einmaliges Screening auf eine Hepatitis B- und Hepatitis C-Virusinfektion. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen.


Das Screening auf Hepatitis B und C soll im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung für Erwachsene ab 35 Jahren erfolgen. Gesetzlich Versicherte haben ab diesem Alter alle drei Jahre Anspruch auf diesen Check-up. Liegt der letzte Check-up noch keine drei Jahre zurück, kann das Screening übergangsweise auch einzeln stattfinden.

Vor der Untersuchung auf Hepatitis B sollte dringend der Impfstatus geklärt werden. Bei einer erfolgreichen Immunisierung durch Impfung ist ein Screening auf Hepatitis B nämlich nicht notwendig. Gegen eine Hepatitis C-Virusinfektion gibt es jedoch keine Impfung.

Durch das Screening sollen unentdeckte Infektionen erkannt werden, da diese zunächst meist symptomlos verlaufen. Eine unbehandelte chronische Hepatitis kann schwerwiegende Folgen für den Patienten haben, wie beispielsweise eine Leberzirrhose oder Leberkrebs. Im schlimmsten Fall wird die Leber so schwer geschädigt, dass eine Lebertransplantation nötig sein kann. Dieser schwere Verlauf kann durch die frühzeitige Gabe von antiviralen Medikamenten wirksam verhindert werden.
 

Anspruch voraussichtlich Mitte 2021

Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesauschusses wird zunächst vom Bundesministerium für Gesundheit innerhalb von zwei Monaten geprüft. Wird der Beschluss nicht beanstandet, treten die Änderungen am Tag nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Nach Inkrafttreten überprüft der Bewertungsausschuss, ob auch eine Anpassung des EBM erforderlich ist. Wir werden Sie selbstverständlich auf dem Laufenden halten.
 

Quelle: www.kbv.de


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Kategorie
Ärzte

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